27 April 2026, 02:09

Nahverkehr in Düsseldorf bricht nach umstrittenem Rhinebahn-Streik zusammen

Schwarze und weiße Zeichnung einer Gruppe verzweifelter Menschen, die eine Straße entlanglaufen, vorbei an einem Gebäude, mit der Beschriftung "Victorianische Unruhen in London" unten.

Nahverkehr in Düsseldorf bricht nach umstrittenem Rhinebahn-Streik zusammen

Öffentlicher Nahverkehr in der Landeshauptstadt kommt komplett zum Erliegen

Nachdem die Rhinebahn fast alle Bus- und Bahnverbindungen eingestellt hatte, brach der öffentliche Verkehr in der Landeshauptstadt zusammen. Der Stillstand folgte einem Warnstreik, zu dem die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hatte. Überraschend weitreichend wurden jedoch auch Fahrer nach Hause geschickt – obwohl diese gar nicht streikten.

Eigentlich hatte Verdi nur zu Arbeitsniederlegungen in den Werkstätten aufgerufen, nicht aber unter den Fahrpersonal. Dennoch wies die Rhinebahn-Geschäftsführung alle Bus- und Bahnfahrer an, die Arbeit ruhen zu lassen – mit der Folge von vier Tagen massiver Einschränkungen. Gewerkschaftsvertreter zeigten sich über diese Entscheidung verblüfft und nannten sie "unverhältnismäßig".

Während in anderen deutschen Städten der Nahverkehr trotz ähnlicher Werkstattstreiks weiterlief, fiel die Reaktion der Rhinebahn ungewöhnlich hart aus. Ein Verdi-Sprecher wies die vom Unternehmen vorgebrachten Sicherheitsbedenken als Vorwand zurück: Es gebe keinen nachvollziehbaren Grund, warum das Fahrpersonal den Dienst hätte einstellen müssen.

Für Pendler bedeutete der plötzliche Ausfall tagelange Verspätungen und Umwege. Verdi betont, der Streik hätte das Fahrpersonal nicht betreffen dürfen, während die Rhinebahn auf der Berechtigung ihrer Maßnahmen besteht. Der Konflikt wirft nun die Frage auf, wie künftig mit Streiks in der Region umgegangen wird.

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