28 April 2026, 14:17

New York feiert Robert Rauschenbergs kreatives Erbe mit zwei großen Ausstellungen

Ein altes Buch mit einer Zeichnung einer belebten Stadtstraße, das Gebäude und Text auf seinen Seiten zeigt.

New York feiert Robert Rauschenbergs kreatives Erbe mit zwei großen Ausstellungen

Zwei große Ausstellungen in New York würdigen das Erbe des Künstlers Robert Rauschenberg. Das Museum of the City of New York zeigt mit Rauschenbergs New York eine Ausstellung, die sich ganz seiner Fotografie widmet. Gleichzeitig präsentiert das Guggenheim Museum in seiner Jubiläumsschau sein monumentales Collage-Werk Barge.

In diesem Jahr wurde zudem Rauschenbergs 100. Geburtstag mit Aufführungen von Dancing with Bob durch die Trisha Brown Dance Company in Brooklyn gefeiert. Rauschenbergs Zeit in New York fiel mit dem Wandel der Stadt von einem industriellen Zentrum zu einer globalen Finanzmetropole zusammen. Er und andere Künstler gediehen in diesem sich verändernden Umfeld und schöpften Inspiration aus dessen Energie und Widersprüchen.

Seine Fotografie, oft impulsiv und spontan entstanden, diente ihm als Rohmaterial für sein weiteres künstlerisches Schaffen. Die Bilder hielten flüchtige Momente, krasse Kontraste und den ruhelosen Charakter der Stadt fest. Viele dieser Werke sind nun in Rauschenbergs New York zu sehen und zeigen, wie er visuelle Fragmente für spätere Collagen und Skulpturen sammelte.

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Eines seiner ambitioniertesten Werke, Barge (1963), ist fast zehn Meter lang. Die Collage vereint eigene Fotografien mit gefundenen Bildern, Stoffen und anderen Materialien. Ursprünglich für eine Performance des Choreografen Merce Cunningham geschaffen, bleibt es ein zentrales Beispiel für seine Combines – Werke, die Malerei und Skulptur verschmelzen.

Rauschenbergs Zusammenarbeit mit Cunningham ging über die bildende Kunst hinaus. 1977 arbeitete er mit dem Komponisten John Cage und der Choreografin Trisha Brown an Dancing with Bob zusammen. Für die Produktion entwarf er Bühnenbild und Kostüme. Ein Jahrhundert nach seiner Geburt brachte die Trisha Brown Dance Company das Stück mit zwei Aufführungen in Brooklyn wieder auf die Bühne und hielt so seine interdisziplinäre Vision lebendig.

Die Ausstellungen und Performances unterstreichen Rauschenbergs anhaltenden Einfluss auf Kunst und Performance. Seine Fotografien, Collagen und Bühnenentwürfe werden weiterhin studiert und gefeiert. Die Veranstaltungen spiegeln zudem die prägende Rolle New Yorks für seine grenzenüberschreitende Karriere wider.

Quelle