NRW baut 25 Kilometer Zaun gegen Afrikanische Schweinepest aus
Nordrhein-Westfalen verstärkt seine Bemühungen zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest (ASP), nachdem in den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein etwa 170 infizierte Wildschweine entdeckt wurden. Die Behörden kündigten an, Zäune auszubauen und das Kernsperrgebiet zu erweitern, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.
Das aktuelle Kerngebiet umfasst rund 143.000 Hektar und ist von etwa 114 Kilometern Zaun umgeben. Aufgrund neuer Fälle in der Nähe von Heinsberg werden die Verantwortlichen weitere 25 Kilometer Zaun errichten, wodurch die geschützte Zone auf etwa 3.400 Hektar anwächst. Zudem gelten in den betroffenen Regionen Quarantäneauflagen, um Bewegungen einzuschränken und das Übertragungsrisiko zu verringern.
Mit Drohnen und Suchtrupps werden in Hochrisikogebieten verendete Wildschweine aufgespürt. Gezielte Bejagungsaktionen innerhalb der eingezäunten Flächen sollen den Wildschweinbestand reduzieren und so die Ausbreitung des Virus bremsen. Gleichzeitig hat die Landesregierung ein finanzielles Erstattungsprogramm aufgelegt, um den Kommunen die notwendigen ASP-Bekämpfungsmaßnahmen zu ermöglichen.
Im vergangenen Jahr (März 2025 bis März 2026) wurden in Nordrhein-Westfalen und anderen europäischen Regionen keine neuen ASP-Ausbrüche bestätigt. Brandenburg konnte nach erfolgreicher Eindämmung des Virus die Beschränkungen aufheben, während die Schweiz präventive Maßnahmen aufrechterhielt, ohne dass Fälle gemeldet wurden.
Die Ausweitung der Zäune und strengere Kontrollen unterstreichen den Willen Nordrhein-Westfalens, die Ausbreitung der ASP zu stoppen. Da es weder in der Region noch in Nachbarländern jüngere Ausbrüche gab, konzentrieren sich die Behörden weiterhin auf Überwachung, Bestandsregulierung und finanzielle Unterstützung, um die Lage zu bewältigen. Die Maßnahmen bleiben bis auf Weiteres in Kraft.






