NRW-Kitas kämpfen um Überleben: Personalmangel und Finanzkrise drohen Kollaps
Elias LehmannNRW-Kitas kämpfen um Überleben: Personalmangel und Finanzkrise drohen Kollaps
Nordrhein-Westfalens Kita-Sektor steht vor dem Kollaps Personalmangel und finanzielle Engpässe bringen Trägern von Kindertageseinrichtungen in NRW an den Rand des Ruins. Die Zukunft des Programms „Alltagshelfer:innen“ ist über August 2023 hinaus ungewiss.
Durch Inflation und unzureichende Förderung stecken viele freie Kita-Träger in Liquiditätskrisen. Die Landesregierung hat die Finanzierung nicht an die steigenden Löhne angepasst – die Klippe zwischen Kosten und Einnahmen wird immer größer. Viele Einrichtungen kämpfen ums Überleben.
Die Unsicherheit trifft besonders die zeitlich befristeten „Alltagshelfer:innen“: Ohne klare Förderrichtlinien bleiben sie ohne sichere Perspektive, manche müssen sich sogar arbeitslos melden. Gabriele Schmidt, Landesbezirksleiterin von ver.di NRW, warnt, dass dringend gehandelt werden muss, um eine Förderkrise abzuwenden.
Als Lösung fordert ver.di, das Programm „Alltagshelfer:innen“ dauerhaft im Kinderbildungsgesetz (KiBiz) zu verankern. Die Gewerkschaft pocht auf eine Vollfinanzierung, um den Sektor zu stabilisieren und einen weiteren Zusammenbruch zu verhindern. Ziel ist es, die Personal- und Finanzkrise mit dauerhaften und planbaren Mitteln zu entschärfen. Ohne politische Gegenwehr drohen den Kita-Trägern im Land weitere Turbulenzen. Die nächste Entscheidung liegt nun bei der Landesregierung.
