NRW setzt auf Videoüberwachung gegen Gewalt im Nahverkehr
Öffentlicher Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen wird durch ausgeweitete Videoüberwachung sicherer
In Nordrhein-Westfalen wird der öffentliche Personennahverkehr durch den Ausbau von Videoüberwachung sicherer. Nach einem Anstieg von Angriffen und Bedrohungen gegen Mitarbeiter sind Kameras in Bussen, Straßenbahnen und Zügen mittlerweile Standard. Die Maßnahme folgt auf einen deutlichen Anstieg gemeldeter Vorfälle im vergangenen Jahr.
Allein in den Regionalzügen NRWs haben Übergriffe auf Zugpersonal stark zugenommen: 2023 wurden über 1.300 Bedrohungen registriert, während die Zahl körperlicher Angriffe auf 905 Fälle stieg. Als Reaktion setzen die Behörden verstärkt auf Überwachungstechnik.
Fast alle Rheinbahn-Busse in Düsseldorf sind inzwischen mit Kameras ausgestattet. Rund 70 Prozent der Straßenbahnen verfügen ebenfalls über die Technik, und in neuen Bussen wird das gesamte Innere überwacht. Gleichzeitig steht ein Landesprogramm zur Ausstattung von 100 Bahnhöfen mit Videosystemen kurz vor dem Abschluss.
In den Zügen sind bereits etwa 90 Prozent der S-Bahnen und Regionalverbindungen mit Videotechnik ausgerüstet. Künftige Aufrüstungen sollen eine flächendeckende Überwachung in allen Zügen der Region gewährleisten. Zudem gehören kleine Körperkameras mittlerweile zur Standardausrüstung der Sicherheitskräfte – sie helfen, Konflikte zu entschärfen und Angriffe abzuwehren.
Ziel der erweiterten Kamera- und Bodycam-Nutzung ist es, die Sicherheit von Personal und Fahrgästen zu erhöhen. Da nun der Großteil der Busse, Straßenbahnen und Züge überwacht wird, erwarten die Behörden eine bessere Vorbeugung von Vorfällen und eine verbesserte Beweissicherung. In den kommenden Monaten sollen weitere Aufrüstungen die Überwachung auf alle verbleibenden Verkehrsmittel ausweiten.






