Rettung für 93 Hammer-Filialen: Investor übernimmt insolvente Brüder-Schlau-Standorte
Leon FischerRettung für 93 Hammer-Filialen: Investor übernimmt insolvente Brüder-Schlau-Standorte
Die insolvente Brüder-Schlau-Gruppe, einst ein großer Akteur im Möbel- und Baumarkt-Einzelhandel, hat für einen Teil ihres Geschäfts einen Käufer gefunden. Ein Investorenkonsortium namens ReThink übernimmt 93 Hammer-Filialen und rettet damit rund 1.200 Arbeitsplätze. Doch die Umstrukturierung bedeutet erhebliche Einschnitte für das gesamte Unternehmen.
Die Brüder-Schlau-Gruppe, 1921 von Theodor und Wilhelm Schlau gegründet, hatte im Juni 2023 Insolvenz angemeldet. In ihrer Blütezeit beschäftigte die Gruppe etwa 3.900 Mitarbeiter in ihrer Hammer-Möbelkette und den Schlau-Heimwerker-Märkten. Nun, da das Unternehmen abgewickelt wird, werden viele dieser Stellen wegfallen.
Durch die Übernahme von ReThink bleiben 93 Hammer-Filialen erhalten, doch rund 70 weitere Standorte werden endgültig geschlossen. Auch die Schlau-Großhandelsabteilung wird komplett eingestellt. Während 1.200 Beschäftigte ihre Jobs behalten, droht der Großteil der Belegschaft der Verlust des Arbeitsplatzes im Zuge der Umstrukturierung.
Der Deal markiert das Ende der über einhundertjährigen Geschichte der Brüder-Schlau-Gruppe. Mit der Schließung Dutzender Hammer-Filialen und dem Verschwinden der Marke Schlau werden die Auswirkungen auf Mitarbeiter und Kunden spürbar sein. Die verbleibenden 93 Hammer-Standorte werden unter neuer Führung weiterbetrieben.






