Rheinmetall erhält Millionenauftrag für ukrainische Artilleriegranaten bis 2027
Leon FischerRheinmetall erhält Millionenauftrag für ukrainische Artilleriegranaten bis 2027
Rheinmetall sichert Großauftrag für Artilleriegranaten und Treibladungen für die Ukraine
Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat einen bedeutenden Auftrag zur Lieferung von Artilleriegranaten und Treibladungen an die Ukraine erhalten. Der Deal im hohen zweistelligen Millionenbereich markiert einen weiteren Schritt in der Expansion des Unternehmens. Er fällt in eine Phase steigender NATO-Verteidigungsbudgets und festigt Rheinmetalls Rolle als zentraler Zulieferer für die europäische Aufrüstung.
Die Produktion für den ukrainischen Auftrag läuft bereits in den spanischen Werken von Rheinmetall an. Der Vertragswert wird im Finanzbericht des Unternehmens für das zweite Quartal 2026 verbucht. Die Auslieferung der Munition soll bis zum ersten Quartal 2027 abgeschlossen sein.
Über den Artilleriebereich hinaus erschließt sich Rheinmetall neue Geschäftsbereiche in der Verteidigungstechnik. Im August 2025 eröffnete das Unternehmen ein neues Artilleriewerk im niedersächsischen Unterlüß. Zudem arbeitet Rheinmetall mit dem Unternehmen Destinus an der Entwicklung der RUTA Block 3, einer Langstrecken-Präzisionsrakete, wobei die Ukraine als Testgebiet dient.
Als einer der größten europäischen Rüstungskonzerne ist Rheinmetall auf Großkalibermunition spezialisiert. Die steigenden Produktionskapazitäten und neuen Projekte spiegeln die Reaktion auf die wachsende Nachfrage in ganz Europa wider.
Der Auftrag unterstreicht Rheinmetalls Position als zentraler Partner für Regierungen, die ihre militärische Schlagkraft ausbauen. Die erweiterte Produktion und die neuen Verteidigungsvorhaben des Konzerns passen in den größeren Trend steigender NATO-Verteidigungsausgaben. Die bestellten Granaten und Treibladungen sollen bis Anfang 2027 an die Ukraine geliefert werden.
