S11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach startet mit 836 Millionen Euro Förderung
Lara LangS11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach startet mit 836 Millionen Euro Förderung
Die S11-Bahnstrecke zwischen Bergisch Gladbach und Köln steht vor einem großen Ausbau, der mit 836 Millionen Euro gefördert wird. Nordrhein-Westfalen (NRW) steuert 305 Millionen Euro bei, der Bund übernimmt 531 Millionen Euro. Ziel des Projekts ist es, die Gleiskapazität zu verdoppeln, Bahnhöfe zu modernisieren und die Zugfrequenz bis Anfang 2032 deutlich zu erhöhen – auch wenn Verzögerungen diesen Zeitplan gefährden könnten.
Die Planfeststellung ist nun erteilt, sodass DB InfraGO mit der Ausschreibung von Bauaufträgen und der Planung von Streckensperrungen beginnen kann. NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer rechnet damit, dass alle noch ausstehenden Genehmigungen in diesem Sommer finalisiert werden.
Die erste größere Einschränkung steht vom 10. April bis zum 3. Juli 2026 an, wenn ein Abschnitt der Strecke für die Installation eines digitalen Stellwerks in Mülheim gesperrt wird. Später, zwischen dem 9. Juli und dem 15. Oktober 2027, folgen Umbaumaßnahmen an den Bahnhöfen Holweide und Dellbrück.
Zu den wichtigsten Verbesserungen gehören ein zweites Gleis entlang der Strecke, der Ausbau des Bahnhofs Bergisch Gladbach auf vier Bahnsteige sowie der Bau eines neuen Haltepunkts in Köln-Kalk West. Auch der Kölner Hauptbahnhof erhält eine zusätzliche Mittelbahnsteig mit zwei S-Bahn-Gleisen. Sämtliche Stationen von Köln-Holweide bis Bergisch Gladbach werden barrierefrei umgebaut.
Nach Abschluss der Arbeiten soll die S11 alle zehn Minuten verkehren, in der Hauptverkehrszeit fast im Fünf-Minuten-Takt. Allerdings gerät der ursprüngliche Fertigstellungstermin für das zweite Gleis im Jahr 2032 durch Konflikte mit anderen Infrastrukturprojekten ins Wanken.
Der Ausbau verspricht schnellere, häufigere Verbindungen und eine bessere Barrierefreiheit im gesamten S11-Netz. Mit gesicherter Finanzierung und laufender Planung rückt nun die Koordination der Bauzeiten und die Minimierung von Verzögerungen in den Fokus. Das Projekt zählt zu den größten Bahnmodernisierungen der Region in den letzten Jahren.






