19 April 2026, 06:04

Solarausbau in Deutschland 2025: Warum die Photovoltaik-Wende ins Stocken gerät

Luftaufnahme eines großen Gebäudes mit Solarmodulen auf dem Dach, umgeben von Fahrzeugen, Bäumen, Gras und Strommasten, mit Hügeln und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Solarausbau in Deutschland 2025: Warum die Photovoltaik-Wende ins Stocken gerät

Wachstum der Solarenergie in Deutschland im ersten Halbjahr 2025 gebremst

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Im ersten Halbjahr 2025 hat sich das Wachstum der Solarenergie in Deutschland verlangsamt. Aktuelle Zahlen zeigen einen Rückgang der neu installierten Photovoltaik-Leistung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Besonders betroffen sind die beiden Schlüsselbundesländer Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, wobei die Entwicklungen in Umfang und Ursachen unterschiedlich ausfallen.

Bundesweit verzeichnete die Bundesnetzagentur von Januar bis Juni 2025 einen Zubau von 7.347 Megawatt. Das entspricht einem Rückgang um 11,5 Prozent gegenüber den 8.300 Megawatt, die im ersten Halbjahr 2024 hinzukamen. Die Verlangsamung spiegelt übergeordnete Trends im Solarsektor wider.

In Baden-Württemberg meldete das lokale Photovoltaik-Netz zunächst einen Zubau von 988 Megawatt für die ersten sechs Monate 2025 – ein Minus von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Später korrigierte der Landesverband Erneuerbare Energien (LEE NRW) die Zahl jedoch auf 1.039 Megawatt, also 51 Megawatt mehr als zunächst angenommen. Selbst mit den angepassten Werten liegt der Rückgang bei 10 Prozent und fällt damit etwas geringer aus als im Bundesschnitt. Spitzenreiter im Land war der Landkreis Biberach mit einem Zubau von 127 Megawatt, vor allem dank einer 80-Megawatt-Freiflächenanlage in Langenenslingen.

Nordrhein-Westfalen verzeichnete im ersten Halbjahr 2025 einen Zubau von 940 Megawatt – ein Rückgang um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Obwohl das Land bundesweit auf Platz drei der absoluten Zahlen liegt, hat sich das Installationstempo nahezu halbiert im Vergleich zu anderen Regionen. Zudem hinkt Nordrhein-Westfalen bei Freiflächen-Photovoltaik hinterher: Nur 12 Prozent des Zubaus entfallen auf diese Kategorie – deutlich weniger als in Bayern (57 Prozent) oder im Bundesschnitt (41 Prozent).

Bayern hingegen blieb relativ stabil. Zwar gingen die Neuanlagen um etwa 2 Prozent zurück, doch durch Nachmeldungen könnte die Bilanz noch ins Positive gedreht werden.

Fazit: Das erste Halbjahr 2025 brachte einen deutlichen Rückgang beim Ausbau der Solarkapazitäten in Deutschland. Baden-Württembergs nachträglich korrigierte Zahlen zeigen einen geringeren Rückgang als zunächst befürchtet, während die Verlangsamung in Nordrhein-Westfalen ausgeprägter ausfällt. Bayerns nahezu stabile Entwicklung hebt sich vom bundesweiten Abwärtstrend ab und unterstreicht die regionalen Unterschiede beim Ausbau der erneuerbaren Energien.

Quelle