Solingen wird offiziell fahrradfreundliche Stadt in NRW – was das für Bürger:innen bedeutet
Leon FischerSolingen wird offiziell fahrradfreundliche Stadt in NRW – was das für Bürger:innen bedeutet
Solingen ist offiziell der Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgängerfreundlicher Städte in Nordrhein-Westfalen (AGFS NRW) beigetreten. Ein 14-köpfiges Gremium stimmte am 26. September 2023 einstimmig für den Antrag der Stadt. Die Entscheidung folgt auf jahrelange systematische Arbeit Solingens zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und der lokalen Mobilität.
Das Gremium hob die Fortschritte der Stadt in mehreren Bereichen hervor. Projekte wie die Korkenziehertrasse und die Veloroute 1 wurden als vorbildliche Beispiele für lokale Mobilitätslösungen genannt. Zudem wurde Solingen für die Förderung von Lasten-E-Bikes gelobt – ein Teil der umfassenden Nachhaltigkeitsbemühungen seit dem Beitritt zur Arbeitsgemeinschaft.
Besonders gelobt wurde die enge Zusammenarbeit zwischen den städtischen Ämtern und der strukturierte Ansatz in Sachen Verkehrssicherheit. Das Gremium würdigte Solingens Ruf als "Wanderparadies", empfahl jedoch weitere Verbesserungen, darunter die Verbreiterung von Gehwegen, die Optimierung von Ampelschaltungen und eine bessere Beschilderung für eine intuitivere Navigation.
Die Mitgliedschaft in der AGFS NRW verschafft Solingen Zugang zu Landesfördermitteln, Fachberatung und Plattformen für Wissensaustausch. Die 1993 mit 13 Städten gegründete Arbeitsgemeinschaft zählt heute 118 Mitglieder, darunter Wuppertal, Langenfeld und den Rheinisch-Bergischen Kreis. Ihr Kernziel ist die kontinuierliche Verbesserung der Bedingungen für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen sowie die Stärkung lokaler Verkehrsnetze.
Durch den Beitritt festigt Solingen seine Position in der regionalen Mobilitätsplanung. Die Stadt profitiert künftig von finanzieller Unterstützung, fachkundiger Beratung und gemeinsamen Projekten. Diese Ressourcen sollen den Ausbau der Fuß- und Radinfrastruktur im gesamten Gebiet vorantreiben.






