Solingens Innenstadt kämpft um ihre Zukunft – doch ein Masterplan soll die Wende bringen
Lara LangSolingens Innenstadt kämpft um ihre Zukunft – doch ein Masterplan soll die Wende bringen
Solingens Innenstadt steht vor ernsten Herausforderungen. Leerstehende Läden, kaum Gastronomie und ein Mangel an sozialen Begegnungsstätten prägen den Niedergang. Der Verfall hat sich über Jahre hingezogen und ist tief in wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Problemen verwurzelt.
Die Schwierigkeiten der Stadt lassen sich nicht allein mit lokalen Maßnahmen lösen. Dazu zählen der Abzug wichtiger Dienstleistungen in größere Städte, die Verlagerung von Industriearbeitsplätzen ins Ausland sowie der Aufstieg von Discountern und dem Online-Handel. Die Kommunalpolitik hat zwar Einzelprojekte und Fachkonzepte ausprobiert, doch ein übergreifender Plan fehlt bisher.
Walsken plädiert für einen grundlegenden Strategiewechsel. Statt verstreuter Initiativen brauche es ein umfassendes Entwicklungskonzept für die Innenstadt und ihr Umfeld. Vorgeschlagen wird ein ganzheitlicher Masterplan für den Ringschluss um das Zentrum, der Stadtplanung, Soziales, Kultur, Klima, Verkehr und Gemeinschaftsbedürfnisse vereint.
Bürgerbeteiligung und externe Expertise sind dabei unverzichtbar. Walsken schlägt zudem konkrete Maßnahmen vor: bessere Vernetzung der Glasernen Werkstatt mit Start-ups, mehr Studentenwohnungen, ein dezentrales Gesundheitswesen und digitale Beratungsangebote. Die Ansiedlung einer modernen, mobilen und gut verdienenden Bevölkerung gilt als Schlüssel für die Wiederbelebung. Entscheidend ist dabei nicht nur die Innenstadt, sondern auch angrenzende Viertel wie die Mangenberger Straße, die Friedrichstraße, der Graf-Wilhelm-Platz und das Werwolf-Viertel.
Ein abgestimmtes Vorgehen ist nötig, um Solingens Abwärtstrend zu stoppen. Der geplante Masterplan soll verschiedene Lebensbereiche in der Stadt verbessern. Ohne ihn drohen weitere Stagnation und ein Verlust an Lebendigkeit.
