05 April 2026, 00:48

US-Forscher fliehen nach Europa – während die Klimadaten in den USA gelöscht werden

Eine animierte Deutschlandkarte mit einem roten Pfeil, der auf einen violetten Punkt zeigt.

US-Forscher fliehen nach Europa – während die Klimadaten in den USA gelöscht werden

US-Forscher blicken zunehmend nach Europa – während die Forschungsförderung in den USA drastisch gekürzt wird

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Amerikanische Wissenschaftler suchen vermehrt in Europa nach Chancen, da die Forschungsgelder in den USA massiv gestrichen werden. Dieser Trend folgt auf Kürzungen in Klimaforschungsprogrammen, bei denen ganze Datenbanken abgebaut wurden. Unterdessen stellt die deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), die weltweit größte Förderorganisation für internationale Studierenden- und Forscherprogramme, ihre Aktivitäten in Russland ein – nachdem sie von Moskau als "unerwünschte Organisation" eingestuft wurde.

Der DAAD schließt sein Moskauer Büro sowie das German House for Research and Innovation. Russische Bürger, die mit der Organisation in Kontakt treten, müssen nun mit strafrechtlicher Verfolgung rechnen. Gleichzeitig verzeichnet die Stiftung einen Rückgang von zehn Prozent bei deutschen Studierenden, die sich für Austauschprogramme in den USA interessieren.

Gleichzeitig sind die Bewerbungen für DAAD-Stipendien für Masterstudiengänge in Deutschland stark angestiegen – sie haben sich in den letzten Monaten mehr als verdoppelt. Dieser Anstieg fällt zusammen mit einem größeren Wandel unter US-Wissenschaftlern, die sich aufgrund schrumpfender heimischer Fördergelder vermehrt europäischen Einrichtungen zuwenden. Auch die Alexander-von-Humboldt-Stiftung und die Max-Planck-Gesellschaft verzeichnen eine steigende Nachfrage von amerikanischen Forschern.

Besonders hart trifft es die Klimaforschung: Programme wurden gestrichen, wichtige Datensätze zerstört. Zwar fließen weiterhin private Investitionen – etwa 25 Millionen Dollar für das Trivedi Institute der Universität Pittsburgh oder 100 Millionen Dollar für ein KI-Start-up der Stanford University –, doch die Kürzungen öffentlicher Mittel zwingen viele Wissenschaftler, im Ausland nach Alternativen zu suchen.

Der Rückzug des DAAD aus Russland und das wachsende Interesse an deutschen Stipendien spiegeln tiefgreifende Veränderungen in der globalen akademischen Mobilität wider. Die Kürzungen in den USA, vor allem in der Klimaforschung, treiben immer mehr Forscher nach Europa. Deutschland bleibt vorerst ein zentraler Anlaufpunkt für diejenigen, die von dieser sich wandelnden Landschaft betroffen sind.

AKTUALISIERUNG

German Institutions See Surge in US Researcher Applications Amid Policy Shifts

New data reveals a sharp rise in US researchers seeking opportunities in Germany. The Humboldt Foundation reported a 32% increase in US applications in 2025, with a 65% spike in the final quarter alone. The Max-Planck-Gesellschaft's Lise-Meitner program saw applications from the US triple compared to 2024. Germany's new '1.000-Köpfe-plus-Programm' initiative, offering streamlined visas and enhanced funding, directly targets this migration trend.