Vom Chevron-Schnurrbart der 80er zur modernen Bart-Renaissance der Stars
Ella BeckerIst der Schnurrbart jetzt in Mode oder nicht? - Vom Chevron-Schnurrbart der 80er zur modernen Bart-Renaissance der Stars
Barttrends haben sich über die Jahrzehnte dramatisch gewandelt – von markanten Statements bis hin zu subtilen Ausdrucksformen. In den 1980er-Jahren dominierte der Chevron-Schnurrbart als Symbol von Männlichkeit, besonders in der deutschen Popkultur. Heute verpassen Stars wie Timothée Chalamet und Leonardo DiCaprio dem Look mit modernen Interpretationen neuen Glanz.
In den 1980er-Jahren war der Schnurrbart – vor allem in der dichten Chevron-Variante – ein prägendes Merkmal männlicher Coolness. Deutsche Ikonen wie Rudi Carrell, Harald Schmidt oder Fußballlegenden wie Pierre Littbarski und Uwe Seeler machten ihn zum Mainstream-Phänomen. Doch bis 2026 war der Trend zur ironischen Nostalgie verblasst und tauchte eher in TikTok-Memes oder Comedy-Sketchen auf als bei großen Prominenten.
Bei den Oscars in diesem Jahr prägten unterschiedliche Bartstile das Bild: Leonardo DiCaprios Schnurrbart gehörte zu den meistdiskutierten Looks, während Timothée Chalamet sich für einen zarten Stiftschnurrbart entschied. Pedro Pascal überraschte seine Fans mit einem glattrasierten Auftritt und löste damit Debatten über sich wandelnde Pflegetrends aus. Michael B. Jordan trug dagegen einen Ankerbart, und Ewan McGregor blieb seinem akkurat gestutzten Vollbart treu.
Andere Stars nutzen Gesichtshaare als Ausdrucksmittel: Harry Styles wechselt regelmäßig zwischen glattrasiert und struppig, während Ethan Hawke mittlerweile einen Henri-quatre – einen die Lippen rahmenden Ziegenbart – trägt. Jüngere Künstler wie Benson Boone haben den Schnurrbart ebenfalls für sich entdeckt und tragen so zu seiner Renaissance der letzten Jahre bei. Der moderne Schnurrbart, einst eine Nischenentscheidung, gilt heute quer durch Geschlechter und Orientierungen als attraktiv.
Vom kühnen 80er-Jahre-Statement zum vielfältigen, geschlechteroffenen Trend – der Schnurrbart hat sich gewandelt. Stars experimentieren weiterhin mit unterschiedlichen Stilen, von dezent bis auffällig. Da Gesichtshaare nach wie vor ein zentrales Element persönlicher Selbstdarstellung sind, zeigt sich: Ihr Einfluss bleibt ungebrochen.






