28 March 2026, 20:03

Warum der Immobilienkauf in Deutschland für viele zum unerschwinglichen Traum wird

Schwarzes und weißes architektonisches Zeichnung eines Hauses mit zahlreichen Fenstern und einem Dach, beschriftet als das erste Haus in Deutschland, begleitet von detaillierten Bauplänen und Text.

Warum der Immobilienkauf in Deutschland für viele zum unerschwinglichen Traum wird

Immobilienkauf in Deutschland wird durch steigende Steuern und Gebühren immer teurer

Der Erwerb von Wohneigentum in Deutschland wird aufgrund steigender Abgaben und Zusatzkosten zunehmend unerschwinglich. In den vergangenen zwei Jahrzehnten sind die Nebenkosten beim Hauskauf stetig gestiegen und liegen mittlerweile bei mindestens 10 Prozent des Kaufpreises. Experten warnen, dass diese finanzielle Belastung den Traum vom Eigenheim für viele in immer weitere Ferne rücken lässt.

Seit dem Jahr 2000 sind die durchschnittlichen Nebenkosten beim Immobilienkauf von etwa 8–9 Prozent auf über 12 Prozent des Kaufpreises angestiegen. Haupttreiber ist die Grunderwerbsteuer, die von 3,5 Prozent auf bis zu 6,5 Prozent in einigen Bundesländern geklettert ist. 2023 zählten Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Baden-Württemberg mit bis zu 13 Prozent der Kaufsumme zu den teuersten Regionen, während Niedersachsen und Bayern unter dem Bundesschnitt blieben.

Eine Reform im Jahr 2025 hat die Grundsteuerlast in vielen Gebieten mehr als verdoppelt. Neben den Steuern belasten Maklerprovisionen, Notargebühren und strenge Bauvorschriften die Käufer zusätzlich. Zudem sind Hypotheken in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern weniger erschwinglich – am Ende zahlen Immobilienbesitzer oft das Eineinhalbfache des ursprünglichen Preises, bis ihr Darlehen getilgt ist.

Politiker betrachten Immobilien zunehmend als Einnahmequelle und führen höhere Abgaben sowie Pflichtinvestitionen für Eigentümer ein. Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), schlägt sogar noch schärfere Besteuerungsmodelle vor – darunter eine Abgabe auf Bodenwertsteigerungen, selbst wenn diese nur auf Währungsverfall und nicht auf reale Gewinne zurückgehen.

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Gleichzeitig bleibt Mieten stark staatlich subventioniert, wodurch der Kauf einer Immobilie im Vergleich noch kostspieliger wirkt.

Die Kombination aus höheren Steuern, strengeren Vorschriften und schwerer zugänglichen Krediten macht Wohneigentum in Deutschland deutlich schwieriger. Da die Nebenkosten in einigen Regionen mittlerweile über 12 Prozent liegen, stehen Käufer bereits vor dem Einzug unter enormem finanziellen Druck. Ein Umkehrtrend ist nicht in Sicht – im Gegenteil: Die Politik setzt weiter auf Immobilien als lukrative Einnahmequelle.

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