Warum wir heute in einer Flut von Meinungen ertrinken
Meinungen gibt es heutzutage überall. Talkshows, Podcasts und Online-Foren produzieren sie ohne Unterlass. Der Autor fühlt sich allein in der vergangenen Woche von der schieren Flut überwältigt.
Es gab bereits den Vorschlag, jede Person auf höchstens drei Meinungen pro Tag zu beschränken. Ohne eine solche Regel würde der Strom niemals versiegen. Manche scherzen sogar, dass man für jede zusätzliche Meinung die Erlaubnis eines Rebhuhns bräuchte.
Eine Theorie besagt, dass Menschen in der Natur Trost suchen, weil sie keine Meinungen äußert. Doch der Autor fragt sich spielerisch, ob Bäume und Flüsse uns vielleicht heimlich verurteilen. Unterdessen wird es immer seltener, seine Gedanken für sich zu behalten.
Der Autor bleibt skeptisch gegenüber Trends wie achtsamem Atmen. Die Welt produziert weiterhin unermüdlich Meinungen. Die Natur hingegen bleibt still im Hintergrund.
