Zoll am Flughafen Paderborn schlägt zu: Drogen, Luxusgüter und Millionenstrafen
Leon FischerZoll am Flughafen Paderborn schlägt zu: Drogen, Luxusgüter und Millionenstrafen
Zollbeamte am Flughafen Paderborn/Lippstadt und auf nahegelegenen Autobahnen gehen seit sechs Monaten verstärkt gegen Schmuggel vor. Zwischen April und Oktober leiteten sie 57 strafrechtliche Ermittlungen und 26 Bußgeldverfahren ein. Die Fälle reichten von Drogenhandel über Steuerhinterziehung bis hin zu undeklariertem Bargeld.
Bei einem frühen Vorfall versuchte ein 56-jähriger Reisender, 25 Gramm Marihuana, fünf Cannabissamen und acht Ecstasy-Tabletten nach Deutschland zu schmuggeln. Die Drogen waren in seiner Kulturtasche versteckt. Nur 13 Tage später wurde auf der A44 ein 46-jähriger Kurier mit einem Kilogramm Kokain angehalten.
Ein großer Erfolg gelang den Beamten im August, als ein 38-jähriger Mann mit 1.000 Ecstasy-Tabletten, 200 Gramm Marihuana und 100 Gramm Haschisch – ebenfalls auf der A44 – gestoppt wurde. Die größte Einzelbeschlagnahme betraf jedoch 4.250 Milliliter Testosteron, einen verbotenen leistungssteigernden Wirkstoff.
Die meisten Strafverfahren betrafen Steuerhinterziehung, insbesondere bei undeklarierten Luxusgütern. Die Beamten beschlagnahmten unversteuerten Goldschmuck, Designersonnenbrillen und Lederwaren. Über 100.000 Euro an Steuernachzahlungen, Zöllen und Einfuhrumsatzsteuer wurden sofort eingezogen.
Der Zoll erinnerte Reisende zudem an die strengen Deklarationspflichten: Wer Bargeld, Edelmetalle, Edelsteine oder Wertpapiere im Wert von 10.000 Euro oder mehr mitführt, muss diese angeben. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu einer Million Euro. Die allgemeine Freigrenze für Waren aus Nicht-EU-Ländern beträgt 300 Euro pro Person, wobei für Flug- und Seereisende höhere Grenzen gelten.
Die verschärften Kontrollen zeigen das breite Spektrum illegaler Aktivitäten an Verkehrsdrehscheiben. Die Beamten beschlagnahmten Drogen, undeklarierte Luxusartikel und Dopingmittel und trieben erhebliche Steuernachzahlungen ein. Reisende werden dringend aufgefordert, die Meldevorschriften einzuhalten, um hohe Strafen zu vermeiden.






