Zwei Berliner Mauerstücke finden neue Heimat in Euskirchener Schulgarten
Leon FischerZwei Berliner Mauerstücke finden neue Heimat in Euskirchener Schulgarten
Zwei Segmente der Berliner Mauer stehen nun im Naturgarten der Marienschule in Euskirchen. Das Projekt konnte dank Spenden lokaler und regionaler Förderer ohne Kosten für den Schulträgerverein realisiert werden. Schulleiter Michael Mombaur trieb die Initiative voran, sicherte die Finanzierung und organisierte Transport sowie Aufstellung der historischen Stücke.
Die Aktion stieß auf breite Unterstützung bei Spendern und Unterstützern. Die größte Einzelspende kam von der Bethe-Stiftung, die 3.000 Euro beisteuerte. Die Bürgerstiftung "Wir für Euch" der Stadt Euskirchen stockte die Kampagne mit weiteren 500 Euro auf.
Die Mauerteile wurden sorgfältig zur Schule transportiert und im Naturgarten montiert. Bei der Enthüllung betonte Bürgermeisterin Sacha Reichelt die Bedeutung der Erinnerung an die deutsche Teilung. Sie appellierte, die Mauer möge auch als Mahnmal dienen, um mentale Barrieren zwischen Ost- und Westdeutschen abzubauen.
Die Marienschule ist nicht die erste Bildungseinrichtung, die Teile der Berliner Mauer für pädagogische Zwecke nutzt. Seit der Wiedervereinigung 1990 haben mindestens 15 Schulen bundesweit ähnliche Gedenkstätten eingerichtet – darunter das Heisenberg-Gymnasium in Königsbach-Stein, das Anne-Frank-Gymnasium in Burgdorf und das Europäische Gymnasium in Neuruppin.
Laut Schulleiter Mombaur sollen die Mauerstücke als Ort der Reflexion und des Dialogs dienen. Er hofft, dass sie Schülerinnen, Schüler und Besucher dazu anregen, sich mit der deutschen Geschichte auseinanderzusetzen. Da das Projekt vollständig durch Spenden finanziert wurde, entstand der Schule keine finanzielle Belastung. Die Mauerteile stehen nun als dauerhafte Erinnerung an die deutsche Vergangenheit und als Symbol für den fortwährenden Austausch. Die Schule plant, sie künftig als Lehrmittel für kommende Generationen einzusetzen.






