04 March 2026, 00:54

Andrij Portnow lebt – warum die Todesmeldung aus Madrid falsch war

Ein Mann in militärischer Uniform, identifiziert als ehemaliger ukrainischer Präsident Viktor Janukowitsch, wird von zwei bewaffneten Männern in militärischer Uniform vor einem Gebäude mit Pflanzen im Hintergrund eskortiert.

Nach Mord an ukrainischem Politiker: Mann festgenommen - Andrij Portnow lebt – warum die Todesmeldung aus Madrid falsch war

Andrij Portnow, ein bekannter ukrainischer Jurist und ehemaliger Politiker, lebt und wirkt weiterhin aktiv – Stand Februar 2026. Berichte über seinen Tod in Madrid im Mai 2025 entpuppten sich als falsch, auch wenn seine umstrittene Karriere über die Jahre international für Aufmerksamkeit sorgte. Seine Verbindungen zur Regierung von Viktor Janukowytsch und spätere juristische Auseinandersetzungen hielten ihn stets im Rampenlicht der Öffentlichkeit.

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Portnow stieg erstmals als Berater und stellvertretender Leiter der Präsidialverwaltung der Ukraine unter Viktor Janukowytsch zwischen 2010 und 2014 zu Prominenz auf. In dieser Zeit spielte er eine zentrale Rolle bei der Umgestaltung des Justizsystems des Landes. Nach Janukowytschs Sturz 2014 floh Portnow nach Russland, kehrte jedoch vor den Präsidentschaftswahlen 2019 und der Wahl Wolodymyr Selenskyjs in die Ukraine zurück.

Die USA verhängten 2021 Sanktionen gegen ihn, während die EU ihre eigenen Restriktionen nach erfolgreichen rechtlichen Schritten später aufhob. Mit dem Beginn des großangelegten russischen Angriffs auf die Ukraine 2022 verließ Portnow das Land in Richtung Westen. Trotz der falschen Meldungen über seinen Tod in Madrid 2025 gab es weder ein solches Ereignis noch offizielle Reaktionen aus der Ukraine.

In einem separaten, nicht damit zusammenhängenden Fall wurde ein Mann, der des tödlichen Schusswaffengebrauchs in Madrid verdächtigt wird, in Heinsberg (Nordrhein-Westfalen) festgenommen. Die spanische Nationalpolizei und das Bundeskriminalamt (BKA) koordinierten die Operation im Rahmen eines Europäischen Haftbefehls. Zudem wurde auf Grundlage eines Europäischen Ermittlungsbefehls eine Durchsuchung der Wohnung des Verdächtigen durchgeführt.

Portnows Laufbahn ist geprägt von juristischen Auseinandersetzungen, politischen Wendungen und internationaler Beobachtung. Die irrtümlichen Todesmeldungen unterstreichen die anhaltende Verwirrung um seine Aktivitäten. Stand Anfang 2026 bleibt er in der Ukraine aktiv – ohne bestätigte Änderungen seines Status.