03 March 2026, 19:02

Bergisch Gladbach fehlen trotz sinkender Geburten 100 Kita-Plätze für unter Dreijährige

Ein Schwarz-Weiß-Foto Rahmen zeigt eine Karte der Vereinigten Staaten mit mehreren Fotos von Menschen und Text, der besagt "Einige Kinder, die in Ihrem Bundesstaat arbeiten, laut der letzten Volkszählung".

Bergisch Gladbach fehlen trotz sinkender Geburten 100 Kita-Plätze für unter Dreijährige

Bergisch Gladbach kämpft weiterhin mit Engpässen bei der Kita-Ausweitung – trotz sinkender Geburtenraten

Obwohl immer weniger Kinder einen Betreuungsplatz benötigen, kann die Stadt Bergisch Gladbach die Nachfrage nach Kita-Plätzen weiterhin nicht decken. Verzögerungen bei Bauprojekten und Personalmangel verschärfen die Situation für Familien zusätzlich.

Für das kommende Kindergartenjahr sind 4.221 Betreuungsplätze geplant – ein leichter Rückgang gegenüber 4.266 in diesem Jahr und 4.312 im Vorjahr. Die Reduzierung spiegelt den Geburtenrückgang wider, doch besonders bei den jüngsten Kindern bleibt die Versorgung lückenhaft.

Das drängendste Problem besteht im U3-Bereich (Kinder unter drei Jahren), wo aktuell 100 Plätze fehlen. Innerhalb dieser Altersgruppe gibt es einen spezifischen Mangel von 116 Plätzen für unter Zweijährige, während gleichzeitig 116 Plätze für Zwei- bis Dreijährige ungenutzt bleiben. Die Tagespflege, die vor allem diese Altersgruppe betreut, verfügt derzeit über 15 freie Kapazitäten.

Baustellenverzögerungen belasten das System zusätzlich. Vier als Notlösung geplante Kitas sollten eigentlich Entlastung bringen, doch ihre Eröffnung verzögert sich. Um ein noch größeres Defizit zu vermeiden, wurden 65 Kita-Gruppen überbelegt. Ohne diese Maßnahme würde der Gesamtmangel bei 165 Plätzen liegen.

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Die Stadtverwaltung warnt vor möglichen Klagen von Eltern, die keinen Platz für ihr Kind erhalten. Ein massiver Fachkräftemangel erschwert es zudem, selbst die vorhandenen Stellen zu besetzen.

Im Bereich der Kindertagespflege kann die Nachfrage derzeit gedeckt werden – für das nächste Jahr sind 364 Plätze vorgesehen. Dennoch bleibt die Gesamtlage bei der Kinderbetreuung instabil. Ohne schnellere Baufortschritte und mehr Personal werden die Engpässe, insbesondere für die jüngsten Kinder, weiter bestehen.