19 March 2026, 10:04

Bergisches Land bangt um Gasversorgung im Winter – Unternehmen fordern Schutz vor Abschaltungen

Balkendiagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Bergisches Land bangt um Gasversorgung im Winter – Unternehmen fordern Schutz vor Abschaltungen

Unternehmen im Bergischen Land sorgen sich zunehmend um die Gasversorgung für Herbst und Winter

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Angesichts der aktuellen Stufe 2 des Notfallplans Gas wächst in der Region die Sorge vor Lieferengpässen – besonders dann, wenn die russischen Gaslieferungen komplett ausbleiben. Über 70 Vertreter aus der Wirtschaft nahmen kürzlich an einer Veranstaltung teil, um über Vorsorgemaßnahmen und Risiken zu diskutieren.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bergisch Land veranstaltete am 14. Juli 2023 eine Informationsveranstaltung, um auf die drohenden Gasknappheiten zu reagieren. IHK-Präsident Henner Pasch und Hauptgeschäftsführer Michael Wenge skizzierten dabei Pläne, um Ausnahmen für lokale Betriebe durchzusetzen und sie vor Lieferkürzungen zu schützen. Besonders große Industriekunden in Wuppertal könnten im Ernstfall von Abschaltungen betroffen sein.

Markus Hilkenbach, Geschäftsführer der Wuppertaler Stadtwerke GmbH (WSW), betonte in der Diskussion die Dringlichkeit: Unternehmen müssten jetzt handeln. Die Teilnehmer wurden aufgefordert, sich mit ihren Energielieferanten in Verbindung zu setzen, den Gasverbrauch zu reduzieren und alternative Energiequellen zu prüfen. Ein Umstieg von Gas auf Ölheizungen könnte jedoch aufgrund verschärfter Emissionsvorschriften mit zusätzlichen Kosten verbunden sein.

Zwar ist die Gasversorgung aktuell noch stabil, doch warnten Experten, dass die Reserven für die kalten Monate möglicherweise nicht ausreichen. Besonders betroffen sind Branchen wie die verarbeitende Industrie, die Chemie- und die Metallverarbeitung, die stark auf Gas angewiesen sind. Unklar bleibt jedoch, wie viele Unternehmen in der Region bereits Maßnahmen ergriffen haben, um Gas einzusparen oder bis März 2026 auf andere Brennstoffe umzustellen – entsprechende Daten liegen nicht vor.

Fachleute auf der Veranstaltung forderten eine beschleunigte Diversifizierung der Energiequellen. Ein flexibleres Versorgungssystem könnte helfen, künftige Risiken für die Wirtschaft zu verringern.

Die Region steht nun vor der Herausforderung, kurzfristige Gassparmaßnahmen mit langfristigen Energiestrategien in Einklang zu bringen. Ohne ausreichende Reserven oder alternative Bezugsquellen drohen bei einem Stopp der russischen Gaslieferungen Produktionsstillstände. Gleichzeitig wird die Wirtschaft aufgefordert, sich auf alle Szenarien vorzubereiten – während parallel weiter um Schutzausnahmen gerungen wird.

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