Essen führt als erste Stadt NRWs Mindestpreise für Mietwagen ein – was das für Fahrgäste bedeutet

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Autos und Fahrräder unter einer Brücke mit einigen Fahrzeugen vor einem Gebäude.

Voreinstellung für Uber-Fahrten: Essen will das Taxi schützen - Essen führt als erste Stadt NRWs Mindestpreise für Mietwagen ein – was das für Fahrgäste bedeutet

Essen wird die erste Stadt in Nordrhein-Westfalen, die Mindestpreise für Mietwagen mit Fahrer einführt. Die neuen Regelungen, die am 1. Januar in Kraft treten, sollen den Wettbewerb zwischen traditionellen Taxis und Fahrdienstvermittlern wie Uber und Bolt eindämmen. Für Fahrgäste könnte dies jedoch höhere Preise bedeuten.

Die Vorschriften begrenzen Rabatte auf maximal sieben Prozent unter den üblichen Taxitarifen. Die örtlichen Behörden nutzen ihre bestehenden Befugnisse, um die Änderung durchzusetzen, und begründen dies mit dem Schutz der Taxifahrer vor dem harten Konkurrenzkampf. Mehrere Fahrdienstanbieter haben bereits angekündigt, die Entscheidung gerichtlich anfechten zu wollen.

NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer unterstützt den Schritt und ruft andere Städte auf, diesem Beispiel zu folgen. Er ist der Meinung, dass Kommunen ihre regulatorischen Spielräume nutzen sollten, um die Dienstleistungen für die Bürger zu verbessern. Essens Entscheidung fällt in eine Zeit anhaltender Spannungen zwischen Taxiunternehmen und Fahrdienstvermittlern in ganz Deutschland.

Bisher hat keine andere deutsche Großstadt ähnliche Regelungen eingeführt. Doch auch in Metropolen wie Berlin, München, Hamburg, Köln und Frankfurt gibt es vergleichbare Herausforderungen durch Verkehr und Tourismus. Diese Städte könnten künftig ebenfalls Mindestpreise einführen.

Die neuen Tarife gelten in Essen ab Beginn des Jahres 2026. Fahrdienstvermittler müssen dann mindestens 93 Prozent des Standard-Taxipreises verlangen. Die Politikänderung ist Teil eines größeren Bestrebens, den Wettbewerb auszugleichen und gleichzeitig die Servicequalität für Fahrgäste zu sichern.