Kontrollierte Sprengung in Ibbenbüren markiert das Ende der Kohleära

Kontrollierte Sprengung in Ibbenbüren markiert das Ende der Kohleära
Kraftwerk Ibbenbüren wird schrittweise abgerissen – nächste Sprengung am 22. Februar 2024
Der Rückbau des Kraftwerks Ibbenbüren schreitet planmäßig voran: Am 22. Februar 2024 steht die nächste große kontrollierte Sprengung an. Seit 2023 leitet der Abbruchexperte Jens Hofmann die Arbeiten, die das Ende der Kohleära an diesem Standort markieren. Nach Abschluss des Rückbaus soll das Gelände vom Energieunternehmen Amprion für den Bau von Infrastruktur zur Nutzung erneuerbarer Energien umgenutzt werden.
Begonnen hatte der Abriss im April 2025 mit der Sprengung des Kühlturms und des Kesselhauses – beides wurde live vom Westdeutschen Rundfunk (WDR) übertragen. Der Beton des Kühlturms fand als Aufprallschutz für den späteren Einsturz des Schornsteins Wiederverwendung. Verzögerungen durch Sicherheitsbedenken verschoben jedoch die ursprünglichen Zeitpläne.
Am 15. Januar 2026 wird die GDG Demolition GmbH dann den Schornstein sowie die Entschwefelungs- und Entstickungsanlagen des Kraftwerks kontrolliert sprengen – auch diese Aktion überträgt der WDR live. Der anfallende Schrott wird eingeschmolzen und in Hochöfen wiederverwertet. Die vollständige Demontage soll bis Juni 2026 abgeschlossen sein. Anschließend errichtet Amprion auf dem Gelände einen großen Umrichter, der Energie aus der Nordsee in haushaltsüblichen Strom umwandeln wird.
Mit dem Abriss des Kraftwerks Ibbenbüren verschwinden die letzten Spuren des Kohlebetriebs. Die Zukunft des Standorts liegt in den erneuerbaren Energien: Der geplante Umrichter von Amprion wird eine zentrale Rolle im deutschen Wandel hin zu sauberer Energie spielen. Der gesamte Prozess wird unter strengen Sicherheitsauflagen durchgeführt und legt Wert auf die Wiederverwertung von Materialien in jedem Schritt.

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