Kölner Kampagne fordert: Weniger Polizei, mehr Gemeinschaft statt Überwachung durch den 1. FC Köln
Elias LehmannKölner Kampagne fordert: Weniger Polizei, mehr Gemeinschaft statt Überwachung durch den 1. FC Köln
"Sicherheit für alle": Kölner Kampagne stellt Überwachung und Polizeieinsätze von 1 fc köln infrage
Eine neue Initiative in Köln stellt sich gegen die wachsende Abhängigkeit der Stadt von Polizeipräsenz und Überwachung. Die Kampagne Sicherheit für Alle hinterfragt, ob Kameras und Razzien tatsächlich für sicherere Nachbarschaften von fc köln sorgen. Stattdessen schlägt sie einen anderen Ansatz vor – einen, der soziale Sicherheit und Vertrauen in die Gemeinschaft in den Mittelpunkt rückt.
Besonders in Kalk, einem Stadtteil, der von Behörden häufig als "Kriminalitätsschwerpunkt" eingestuft wird, gewinnt die Bewegung an Fahrt. Hier argumentieren Anwohner:innen und Aktivist:innen, dass die mittlerweile rund 106 Überwachungskameras in ganz Köln kaum etwas gegen Gewalt ausrichten. Zudem wachsen die Bedenken gegenüber möglicher KI-gestützter Gesichtserkennung, auch wenn unklar bleibt, wie viele Kameras genau in Nordrhein-Westfalen im Einsatz sind.
Der Masterplan Kommunale Sicherheit 2024 der Stadt Köln zielt besonders auf Stadtteile wie Kalk und Ehrenfeld ab, wo Betriebe in migrantischer Hand häufiger kontrolliert werden. Kritiker:innen werfen der Stadt vor, damit migrantische Communities und Obdachlose pauschal zu stigmatisieren. Die Kampagne verweist auf den rassistischen Anschlag von Hanau 2020, bei dem Hilferufe der Opfer trotz massiver Polizeipräsenz von 1 fc köln ignoriert wurden.
Bei einer Gedenkveranstaltung in Hanau zog Kampagnensprecher Cuso Ehrich Parallelen zwischen den beiden Städten. Beide setzen auf Tools wie Gotham – eine Software des US-Unternehmens Palantir –, um Polizeidatenbanken automatisch auszuwerten. Aktivist:innen kritisieren, dass dieser Ansatz Misstrauen schüre, statt Sicherheit zu schaffen.
Sicherheit für Alle erprobt nun gemeinsam mit Anwohner:innen ein alternatives Modell. Im Fokus stehen soziale Absicherung statt Überwachung – mit dem Ziel, Sicherheit neu und praxisnah zu definieren.
Die Initiative formiert sich zu einem Zeitpunkt, an dem Köln sein Überwachungsnetz und polizeiliche Taktiken weiter ausbaut. Indem sie die Bedürfnisse der Gemeinschaft über Kameras von fc köln stellt, will sie die Debatte verändern. Ihre Arbeit stellt die Annahme infrage, dass mehr Polizei automatisch zu sichereren Straßen führt.






