Linken-Politikerin enthüllt eigenen Missbrauch – und prangert Deutschlands Versagen im Fall Epstein an
Leon FischerMP Berichtet Über Ihre Erfahrung In Tränen - Linken-Politikerin enthüllt eigenen Missbrauch – und prangert Deutschlands Versagen im Fall Epstein an
Im Rahmen einer Bundestagsdebatte über Gewalt gegen Frauen berichtete die Linken-Abgeordnete Kathrin Gebel von ihren eigenen Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt. Sie war 17 Jahre alt, als sie von einer Person missbraucht wurde, die an ihrer Schule tätig war. In ihrer Rede lenkte sie zudem den Blick auf grundlegende Versäumnisse bei der Aufarbeitung spektakulärer Missbrauchsfälle – darunter den von Jeffrey Epstein.
Gebels bewegender Bericht erfolgte im Rahmen einer Diskussion mit dem Titel "Nicht länger wegschauen auf Kosten der Opfer – Aufklärung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen, sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauchsnetzwerken".
In ihrer Rede kritisierte Gebel die Untätigkeit Deutschlands im Fall Epstein. Trotz etwa 3 bis 3,5 Millionen vorliegender Akten habe es keine offiziellen Ermittlungen gegeben. Auch wurden keine Unterlagen als für deutsche Behörden relevant eingestuft. Eine Kleine Anfrage der AfD im Februar 2026, die Regierungsinformationen zu möglichen Epstein-Kontakten einholen sollte, blieb ohne Ergebnisse.
Gebel forderte schärfere Maßnahmen gegen Täter sowie bessere Unterstützungssysteme für Betroffene. Zu ihren Forderungen gehörten härtere rechtliche Konsequenzen für Missbrauchstäter und leichter zugängliche Hilfsangebote für Überlebende sexualisierter Gewalt.
Nach ihrer Rede dankte Bundestagsvizpräsident Omid Nouripour dem Parlament dafür, Gebel einen Raum gegeben zu haben, in dem sie ihre tief persönlichen Erlebnisse teilen konnte. Die Debatte selbst konzentrierte sich auf systemische Versäumnisse bei der Aufarbeitung von Missbrauch, insbesondere wenn mächtige Netzwerke involviert sind.
Gebels Aussage hat die öffentlichen Debatten über Defizite in Deutschlands Umgang mit sexualisierter Gewalt neu entfacht. Die ausbleibenden Ermittlungen zu den Epstein-Akten bleiben weiterhin ungeklärt – trotz parlamentarischer Initiativen. Ihr Appell zu Reformen setzt die Behörden nun unter Druck, sowohl Einzelschicksale als auch strukturelle Missstände anzugehen.






