19 March 2026, 12:03

Moers' Bürgermeisterin stärkt christlich-jüdischen Dialog mit symbolischer Schirmherrschaft

Metallplatte an einer Gebäudewand mit hebräischer Schrift, wahrscheinlich ein Denkmal für die jüdische Gemeinde.

Moers' Bürgermeisterin stärkt christlich-jüdischen Dialog mit symbolischer Schirmherrschaft

Bürgermeisterin Julia Zupancic hat die Schirmherrschaft über die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Moers übernommen. Die Bekanntgabe erfolgte während eines Treffens mit Vorstandsmitgliedern des Vereins im Rathaus. Ihre Unterstützung unterstreicht die anhaltenden Bemühungen der Stadt, das jüdische Erbe zu bewahren und Antisemitismus entgegenzutreten.

Die Gesellschaft ist tief in Moers verwurzelt und blickt auf eine lange Geschichte der Förderung des interreligiösen Dialogs zurück. Ihre Ursprünge liegen in bürgerschaftlichem Engagement, wie Martin Behnisch-Wittig, der evangelische Vorsitzende, betonte. Er beschrieb das Wachstum der Gruppe als organisch und getragen von lokalem Einsatz.

Eine Schlüsselfigur der Bewegung, Heinz Kremers, erhielt 1986 die Buber-Rosenzweig-Medaille für sein Lebenswerk im Dienst der christlich-jüdischen Verständigung. Seine Tochter, Annedore Kremers, wirkt heute im Vorstand mit und führt das familiäre Engagement fort. Ein weiteres prominentes Mitglied ist Nikolaus Schneider, ehemaliger Superintendent des Kirchenkreises Moers, der 2012 mit derselben Auszeichnung geehrt wurde.

Die Einbindung jüngerer Generationen bleibt ein zentrales Anliegen des Vereins. Der Lehrer Daniel Schirra vom Adolfinum-Gymnasium und sein ehemaliger Schüler Julian Müller – beide Vorstandsmitglieder – bringen die Arbeit der Gesellschaft aktiv in Schulen ein. Durch ihr Engagement lernen Schülerinnen und Schüler die jüdische Geschichte und die Bedeutung interreligiöser Zusammenarbeit kennen.

Die Verbindung der Stadt zur Buber-Rosenzweig-Medaille reicht Jahrzehnte zurück, wobei starke überregionale Netzwerke dazu beitrugen, die Auszeichnung nach Moers zu holen. Zudem ist die Broschüre "Spuren jüdischen Lebens" für drei Euro in öffentlichen Einrichtungen erhältlich und bietet Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, sich mit der jüdischen Vergangenheit der Region auseinanderzusetzen.

Mit ihrer Schirmherrschaft stärkt Bürgermeisterin Zupancic das Bekenntnis von Moers, das jüdische Leben zu würdigen und Vorurteilen entgegenzuwirken. Die Arbeit der Gesellschaft, getragen von Pädagoginnen, Pädagogen und langjährigen Mitgliedern, schafft weiterhin Brücken zwischen den Gemeinschaften. Von Schulprojekten bis zu öffentlichen Angeboten halten ihre Initiativen die Auseinandersetzung mit dem jüdischen Erbe in der Region lebendig.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle