NRW startet 150-Millionen-Offensive gegen Armut in Kommunen
Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat die Initiative „Stärkungspakt NRW – Gemeinsam gegen Armut“ ins Leben gerufen. Die im Dezember 2022 auf der Armutskonferenz angekündigte Maßnahme sieht die Verteilung von rund 150 Millionen Euro an Kommunen in der gesamten Region vor.
Fast einen Monat nach der Bekanntgabe wurden die Fördermittel an 396 Städte und Gemeinden sowie 31 Kreise bewilligt. Die Höhe der Zuweisungen richtet sich nach der Zahl der Personen, die auf Grundsicherungsleistungen angewiesen sind. Kreisfreie Städte erhalten 79 Euro pro Berechtigtem, kreisangehörige Städte und Gemeinden 63 Euro und Kreise 16 Euro.
Die Kommunen können die Mittel frei einsetzen. Gefördert werden können unter anderem Betriebskosten, soziale Programme, kommunale Notfallfonds, Honorare für Fachkräfte, die Unterstützung von Ehrenamtlichen sowie Informationsmaterialien. So erhält etwa Solingen mit 158.957 Einwohnern und einer Mindestsicherungsquote von 11,3 Prozent im Rahmen des Programms 1.419.009,14 Euro.
Die Initiative bietet maßgeschneiderte finanzielle Unterstützung, um lokale Armutsherausforderungen zu bewältigen. Die Kommunen können die Gelder in bestehende soziale Infrastruktur oder direkte Hilfen für Bedürftige investieren. Die Verteilung stellt sicher, dass die Mittel dort ankommen, wo sie am dringendsten benötigt werden.






