19 March 2026, 10:04

Solingen: Senioren protestieren gegen Bus-Sperrungen am Ohligser City-Ring

Altes Schwarz-Weiß-Foto einer Stadtstraße mit Fahrzeugen, Fußgängern auf einer Brücke, Gebäuden, Bäumen, Laternenmasten und einem bewölkten Himmel.

Solingen: Senioren protestieren gegen Bus-Sperrungen am Ohligser City-Ring

Streit um den Ohligser City-Ring in Solingen eskaliert: Senioren wehren sich gegen Bus-Sperrungen

Die Kontroverse um den Ohligser City-Ring in Solingen hat sich zugespitzt, nachdem die Grünen Senioren Pläne lokaler Vereine scharf kritisierten. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob der Ringverkehr aufgegeben und die Lennestraße komplett für Busse gesperrt werden soll. Besonders brisant: Die Erreichbarkeit des öffentlichen Nahverkehrs für ältere Bürger rückt dabei immer stärker in den Fokus.

Drei ortsansässige Vereine – die Ohligser Jongens, die ISG und die OWG – treiben seit Jahren Alternativen zum City-Ring voran. Ihre Vorschläge sehen vor, die Lennestraße vollständig für Busse zu schließen, um so den Charakter des Viertels besser zu bewahren. Die Pläne wurden in Bürgerbeteiligungsverfahren der letzten Jahre weiterentwickelt.

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Die Grünen Senioren lehnen diese Vorhaben entschieden ab. Sie warnen, dass eine Bus-Sperrung in der Lennestraße ältere Anwohner zwingen würde, weitere Wege zu den Haltestellen zurückzulegen – besonders nach Einkäufen oder bei eingeschränkter Mobilität. Zudem würde die Schließung der Straße die Haltestelle "Ohligs Markt" komplett entfallen lassen, so die Gruppe.

Für viele Senioren sei der öffentliche Nahverkehr unverzichtbar, betonen die Grünen Senioren. Gesundheitliche Einschränkungen und finanzielle Engpässe machten Busse oft zur einzigen praktikablen Transportmöglichkeit. Statt vollständiger Sperrungen unterstützen sie den Solinger Nahverkehrsplan, der den Busverkehr in der Lennestraße reduziert, aber die Anbindung an das Ohligser Stadtzentrum erhält.

Die Gruppe ordnet die Debatte in einen größeren Verkehrswandel ein und pocht darauf, dass Veränderungen die Bedürfnisse aller Altersgruppen berücksichtigen müssen – nicht nur die jüngerer oder mobilerer Bürger. Ihre Haltung stößt bei den Vereinen auf Kritik, doch die Grünen Senioren bestehen auf einen ausgewogenen Ansatz.

Der im Nahverkehrsplan vorgesehene Kompromiss zielt darauf ab, die Busfrequenz in der Lennestraße zu verringern, ohne ältere Bewohner zu isolieren. Die Grünen Senioren bleiben dabei: Mobilitätslösungen müssten denen gerecht werden, die auf den ÖPNV angewiesen sind. Die endgültige Entscheidung wird zeigen, wie die Stadt künftig städtische Entwicklung und Barrierefreiheit für alle unter einen Hut bringt.

Quelle