19 March 2026, 16:05

Streiks im Nahverkehr bringen Eltern in NRW an ihre Grenzen

Plakat mit fettem schwarzem Text "Schul-Geschwindigkeitsbegrenzung 25 bei Kindern" auf einem weißen Hintergrund.

Streiks im Nahverkehr bringen Eltern in NRW an ihre Grenzen

Streiks im Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen erschweren Schulweg für Familien

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Die anhaltenden Streiks im öffentlichen Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen sorgen bei Eltern für Probleme, ihre Kinder pünktlich zur Schule zu bringen. Zwar besteht weiterhin Präsenzpflicht, doch einige Eltern fordern, den Unterricht während der Streiktage auf Distanzlernen umzustellen, um die Belastung zu verringern. Das Landesbildungsministerium lehnt solche Lösungen jedoch ab – viele Familien müssen sich nun nach Alternativen umsehen.

Der für Freitag angekündigte Streik zwingt Eltern, ihre Arbeitszeiten umzuorganisieren oder Ersatztransportmöglichkeiten zu finden. Der Bielefelder Verkehrsbetrieb MoBiel hat zwar zugesagt, Schulverbindungen priorisiert zu bedienen, doch für Haushalte ohne Auto oder flexible Arbeitszeiten bleiben Lücken. Besonders betroffen sind Alleinerziehende und Eltern mit Vollzeitjobs, die kaum Möglichkeiten haben, ihre Kinder rechtzeitig in der Schule abzuliefern.

An der Gesamtschule Rosenhöhe in Bielefeld wurde der Antrag, ältere Schüler:innen vorübergehend im Distanzunterricht zu beschulen, abgelehnt. Das Ministerium besteht darauf, dass die Präsenzpflicht auch bei angekündigten Streiks gilt. Aus den Unterlagen geht hervor, dass in den vergangenen zwei Jahren keine Schule in der Region offiziell Beschwerde gegen diese Regelung eingelegt hat.

Trotz der Hindernisse sind Eltern gesetzlich verpflichtet, den Schulbesuch ihrer Kinder sicherzustellen. Einige hatten gefordert, zumindest zeitweise auf Online-Unterricht auszuweichen – doch für Schüler:innen ab der achten Klasse wurde dies von offizieller Seite ausgeschlossen.

Die Streiks zeigen die anhaltenden Spannungen zwischen der strengen Präsenzpflicht und den praktischen Herausforderungen bei Verkehrsausfällen. Da keine offiziellen Beschwerden vorliegen, müssen Schulen und Familien die Situation weiterhin ohne politische Änderungen bewältigen. Bis auf Weiteres bleibt es alleinige Verantwortung der Eltern, ihre Kinder – unabhängig von streikbedingten Behinderungen – zum Unterricht zu bringen.

Quelle