Wie Tippfehler Behörden in „Ämter für Tierbau“ verwandeln und die Öffentlichkeit verzaubern

Admin User
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Eine Tasche mit 'Bibliotheksliebhaber' drauf und einige Bücher liegen auf einem Bett.

Wie Tippfehler Behörden in „Ämter für Tierbau“ verwandeln und die Öffentlichkeit verzaubern

Eine Reihe skurriler Tippfehler hat in den letzten Wochen für Verwirrung – und mitunter auch für Heiterkeit – in Medien und offiziellen Dokumenten gesorgt. Von falschen Veranstaltungsnamen bis zu sinnlosen Behördenbezeichnungen führten kleine Fehler zu großen Missverständnissen. Einer der seltsamsten Fälle stammte von der kryptischen Philosophie eines Tippfehler-Kobolds: "Was wahr war, war. Was ist, frisst. Und was sein wird, das werden die Zeiten zeigen."

Den Anfang machte ein Vorab-Interview mit dem Aktivisten Can Dündar, bei dem ein Tippfehler die Beschreibung seines Treffens mit einem türkischen General so verfremdete, dass die Leser ratlos zurückblieben. Zur gleichen Zeit enthielt ein im Juni veröffentlichtes Kochrezept einen Fehler, der Hobbyköche vor ein Rätsel stellte.

Auch der öffentliche Nahverkehr blieb nicht verschont. Eine Diskussion über "liliengeführte" Strecken für Regionalbahnen entstand durch einen Druckfehler, während eine wöchentliche Marktprognose versehentlich eine Kneipp-Einrichtung für Hydrotherapie statt des eigentlichen Themas nannte. Ein weiterer Tippfehler verwandelte eine lokale Veranstaltung in das "Fest der Gemästeten" – ein Name, der sich ins kollektive Gedächtnis brannte. Offizielle Dokumente schnitten nicht besser ab: Ein fehlendes "L" machte aus "Beschlüssen des Stadtrats" plötzlich "Hinrichtungen" und löste makabren Humor aus. Unterdessen tauchte auf dem Papier kurzzeitig eine neue kommunale Abteilung auf: das "Amt für Tierbau, Grünflächen und Umwelt". Selbst Flohmarktankündigungen gerieten in Schieflage, als der "Bücher"-Flohmarkt (eigentlich als Bücherbasar gedacht) unerwartete Aufmerksamkeit erregte.

Doch nicht nur Tippfehler sorgten für Aufsehen. Auch politische Nachrichten machten Schlagzeilen: Der ehemalige Wirtschaftsminister Robert Habeck kündigte an, die Politik für eine "Gas"-Dozentur in Berkeley zu verlassen – eine Position, die Vergliche mit der Gastprofessur des Chemikers Bernd Abel an derselben Universität im Jahr 2018 hervorrief.

Die Serie der Pannen zeigt, wie schnell kleine Fehler zu öffentlicher Belustigung oder Verwirrung führen können. Während einige Tippfehler schnell korrigiert wurden, hielten sich andere – wie das "Amt für Tierbau" – lange genug, um zu lokalen Kuriositäten zu werden. Vorerst bleibt die Prophezeiung des Tippfehler-Kobolds bestehen: "Was sein wird, das werden die Zeiten zeigen."