Lehrkräfte-Arbeitszeiten: Bremen testet digitale Erfassung – doch die Debatte bleibt hitzig
Lehrkräfte-Arbeitszeiten: Bremen testet digitale Erfassung – doch die Debatte bleibt hitzig
In Deutschland wird die Debatte über die Arbeitszeiten von Lehrkräften immer hitziger. Die Bildungsministerin von Nordrhein-Westfalen, Dorothee Feller, bezeichnete die Idee, ihre Arbeitszeit systematisch zu erfassen, als "heikles Thema". Gleichzeitig testet Bremen bereits ein digitales System, um zu dokumentieren, wie viel Zeit Lehrkräfte tatsächlich im Beruf verbringen.
Auslöser der Diskussion sind widersprüchliche Studien zur Arbeitsbelastung: Während einige Bundesländer übermäßig hohe Arbeitszeiten melden, sehen andere kein flächendeckendes Problem. Nun suchen Bund und Länder nach einer Lösung, die Transparenz und Rechenschaftspflicht mit der bisherigen Flexibilität der Lehrkräfte in Einklang bringt.
Feller betont, dass Vollzeit-Lehrkräfte in ihrem Bundesland nicht überlastet seien. Sie verweist auf eine umstrittene Studie aus Sachsen, die keine generelle Überlastung feststellte – mit Ausnahme von Schulleitungen und einigen Teilzeitkräften. Lehrerverbände und Fachgesellschaften kritisieren jedoch die Methodik und Ergebnisse der Untersuchung scharf.
Andere Erhebungen zeichnen ein ganz anderes Bild: Studien aus Berlin und Hamburg zeigen, dass viele Lehrkräfte weit über ihre vertraglich festgelegte Stundenzahl hinaus arbeiten. Das Problem liegt im veralteten "Deputatsmodell", das nur die reine Unterrichtszeit erfasst, nicht aber Vorbereitung, Korrekturen oder Konferenzen.
Das Bundesarbeitsministerium hat bereits klargestellt, dass Lehrkräfte ein Recht auf die Erfassung ihrer Arbeitszeit haben. Nun geht es um die Umsetzung. Bremen erprobt in einem landesweiten Pilotprojekt eine digitale Zeiterfassung, die als Grundlage für neue Regelungen dienen soll. Feller warnt jedoch, dass strengere Kontrollen die Flexibilität der Lehrkräfte einschränken könnten – etwa durch Anwesenheitspflicht in den Ferien.
Nordrhein-Westfalen stimmt sich mit anderen Bundesländern ab, um einen einheitlichen Ansatz zu finden. Feller beharrt darauf, dass das bestehende System bereits Möglichkeiten biete, Spitzenbelastungen abzufedern. Doch der Druck auf eine fairere und transparentere Lösung wächst.
Die Forderung nach einer systematischen Arbeitszeiterfassung gewinnt an Fahrt, mit Bremens Pilotprojekt als Vorreiter. Sollten sich die Änderungen bundesweit durchsetzen, könnte dies die Erfassung und Vergütung von Lehrkräfte-Arbeitszeiten grundlegend verändern. Bis dahin bleibt die Debatte ungelöst – und Lehrkräfte wie Bildungspolitiker müssen abwägen zwischen Kontrolle und dem Risiko, berufliche Eigenständigkeit einzubüßen.
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