Virtuelle Straßen revolutionieren die automatisierte Logistik in Aachen

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Eine belebte Straße mit Schwerlastverkehr neben einer Bahnschiene, mit Geb"uden, Werbetafeln, Masten, Lichtern, B"umen, Pflanzen, Gras und einem sichtbaren Auto und Rad im Vordergrund.Admin User

Virtuelle Straßen revolutionieren die automatisierte Logistik in Aachen

An der RWTH Aachen wird derzeit ein neues Verkehrskonzept für automatisierte Logistikfahrzeuge entwickelt. Das Projekt ViDeLL, geleitet vom Lehrstuhl für Production Engineering of E-Mobility Components (PEM), setzt auf "virtuelle Straßenabschnitte", um Staus zu verringern und den Güterverkehr effizienter zu gestalten. Experten warnen, dass ohne innovative Lösungen das wachsende Frachtaufkommen die städtischen Straßen überlasten könnte.

Im Mittelpunkt des Vorhabens steht die Schaffung flexibler Fahrspuren, die auf optische Komponenten statt auf feste Infrastruktur setzen. Wie Tarik Hadzovic, der Projektleiter bei PEM, erklärt, seien diese virtuellen Lösungen kostengünstiger und erforderten weniger physische Umbauten als dedizierte Spuren. Das System basiert auf "intelligenten Straßenmarkierungen", die mit einer zentralen Steuerungsplattform und der Technologie automatisierter Fahrzeuge verknüpft sind.

Das Konsortium wird die Wechselwirkungen zwischen Logistikfahrzeugen und anderen Verkehrsteilnehmern untersuchen. Zudem sollen ein Sicherheitsrahmen, Genehmigungsverfahren für behördliche Zulassungen sowie politische Handlungsempfehlungen für rechtliche Anpassungen erarbeitet werden. Getestet werden Praxisfälle wie innerstädtische Lieferungen auf der "letzten Meile", Einzelhandelslogistik und industrieller Transport zwischen Produktionsstandorten. Die Infrastruktur wird um "smart Markierungen" und Sensornetzwerke für eine dynamische Spurvergabe erweitert. Algorithmen sollen die Spuren in Echtzeit zuweisen, um den vorhandenen Straßenraum optimal zu nutzen. Eine Machbarkeitsstudie prüft die technische, rechtliche und wirtschaftliche Umsetzbarkeit des Konzepts.

Professor Achim Kampker, Leiter des PEM-Lehrstuhls, betont die Dringlichkeit des Projekts. Ohne neue Ansätze drohe der steigende Güterverkehr zu massiven Verkehrsproblemen zu führen, wenn weiterhin auf herkömmliche Lösungen gesetzt werde. ViDeLL ziele darauf ab, automatisierte Logistik nahtlos in den Stadtverkehr zu integrieren.

Bis zum Ende der Forschungsphase wird das ViDeLL-Projekt einen detaillierten Plan für virtuelle Logistikspuren vorlegen. Bei Erfolg könnte das System Staus und Baukosten reduzieren und gleichzeitig den automatisierten Gütertransport fördern. Die Ergebnisse umfassen technische Entwürfe, Sicherheitsprotokolle sowie Vorschläge für gesetzliche Änderungen.

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