Stuttgarts Haushalt 2026: Höhere Steuern, Kürzungen und 2,3 Millionen Euro Defizit

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Ein Zahlungsterminal und ein Bus im Vordergrund mit Gebäuden, Gehweg, Werbetafeln, Menschen und einer Straße auf der linken Seite unter einem sonnigen Himmel.

Stuttgarts Haushalt 2026: Höhere Steuern, Kürzungen und 2,3 Millionen Euro Defizit

Der Entwurf des Haushaltsplans 2026 der Stadt Stuttgart offenbart wachsende finanzielle Belastungen: Das erwartete Defizit beläuft sich auf rund 2,3 Millionen Euro. Um die Lücke zu schließen, schlagen die Verantwortlichen eine Mischung aus Steueranpassungen, Gebührenerhöhungen und Ausgabenkürzungen vor.

Der Plan geht nun an den Bundestag, wo Regierungs- und Oppositionsparteien über die Maßnahmen debattieren werden, bevor im späten November die endgültige Abstimmung stattfindet. Die Zustimmung des Bundesrats soll im Dezember 2026 folgen.

Laut dem neuen Haushalt steigen für viele Familien die Kosten für die Kinderbetreuung. Die monatlichen Essensgebühren in Kitas erhöhen sich von 56 auf 84 Euro. Haushalte mit einem Einkommen von über 75.000 Euro müssen zudem mit einer 20-prozentigen Erhöhung der Kitagebühren rechnen. Gleichzeitig wird die Anzahl der gebührenfreien letzten Kitajahre von drei auf zwei reduziert.

Eine neue Steuerstufe zielt auf Spitzenverdiener ab: Auf Einkommen über 130.000 Euro wird ein Zuschlag von 20 Prozent erhoben. Die Transferleistungen, die etwa 40 Prozent der Gesamtausgaben ausmachen, steigen deutlich an und verschärfen so den finanziellen Druck.

Trotz der Kürzungen plant die Stadt, zwischen 2026 und 2029 über 187 Millionen Euro zu investieren. Die Mittel fließen in die Modernisierung von Schulen und Kitas, in die Verbesserung der öffentlichen Sicherheit, in Gesundheitsprojekte sowie in größere Bauvorhaben. Die Verantwortlichen bezeichnen diese Schritte als notwendig, um die steigenden Kosten mit den unverzichtbaren Leistungen in Einklang zu bringen.

Der Haushalt sieht zudem Konsolidierungsmaßnahmen vor, um das Ausgabenwachstum zu bremsen. Dennoch deuten Prognosen darauf hin, dass sich die finanzielle Lage der Stadt in den kommenden Jahren weiter verschlechtern wird, was zusätzliche Anpassungen erfordern könnte.

Die vorgeschlagenen Änderungen werden nun in den abschließenden Verhandlungen im Bundestag beraten. Bei einer Zustimmung tritt der Haushalt 2026 in Kraft – mit höheren Gebühren, neuen Steuern und gezielten Investitionen, die die städtischen Finanzen prägen werden. Das Ergebnis hängt von den parlamentarischen Debatten und der Entscheidung des Bundesrats im Dezember ab.

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